Die (Un-)Behandelbarkeit psychisch schwer gest철rter Straft채ter: Die Abgrenzung zwischen station채rer Behandlung gem채ss Art. 59 StGB und der Verwahrung gem채ss Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB - PhDData

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Die (Un-)Behandelbarkeit psychisch schwer gest철rter Straft채ter: Die Abgrenzung zwischen station채rer Behandlung gem채ss Art. 59 StGB und der Verwahrung gem채ss Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB

The thesis was published by Sacher, Kevin Yves, in September 2022, University of Bern.

Abstract:

Diese Dissertation nimmt sich dem Abgrenzungskriterium zwischen der station채ren Behandlung gem채ss Art. 59 StGB und der Verwahrung gem채ss Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB, n채mlich der (Un-)Behandelbarkeit psychisch gest철rter Straft채ter an. Unter Ber체cksichtigung forensisch-psychiatrischer bzw. 뱎sychologsicher Literatur wird der Begriff der Behandelbarkeit juristisch ausgelegt und kritisch eingeordnet. Wichtige Erkenntnisse dieser Arbeit sind insbesondere, dass nur in Ausnahmef채llen ohne Verletzung des Verh채ltnism채ssigkeitsgebots die Verwahrung angeordnet werden darf, wenn bisher noch nie ad채quate station채re Bem체hungen zur Behandlung unternommen worden sind. Es wird dar체ber hinaus beleuchtet, inwiefern Strafgerichte geneigt sein k철nnten, Ihre Zust채ndigkeiten bzw. Ihre Kompetenzen in der W체rdigung der gutachterlichen Behandlungsprognose zu unterschreiten. Von den Strafgerichten wird eine Plausibilit채tspr체fung betreffend Verst채ndlichkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit gefordert. Schliesslich wird die Ankn체pfung an die Behandelbarkeit als Abgrenzungskriterium zwischen station채rer Behandlung und Verwahrung insbesondere wegen deren Unsicherheit kritisiert. Nicht nur fehlen auf der Ebene der Sachverst채ndigen weitgehend konkrete Mindestanforderungen f체r die Behandlungsprognose. Es gilt zudem, nicht nur die Sph채re des Straft채ters, sondern auch die Aussicht von Therapiebem체hungen sowie des zu erwartenden Vollzugssettings zu ber체cksichtigen. Die un체berbr체ckbaren Unsicherheiten, die sich aus dem Un-)Behandelbarkeitsbegriff und seiner Anwendung ergeben, werden in Kombination mit seinem Ausschluss der Freiheitsorientierung bei einer Verwahrung als besonders problematisch bzw. als Ankn체pfungspunkt f체r die sch채rfste strafrechtliche Massnahme untauglich betrachtet.

The full thesis can be downloaded at :
http://boristheses.unibe.ch/3725/1/20sacher_ky.pdf


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