Soziale Ungleichheiten im Verlauf der obligatorischen Schulzeit: Beitr채ge zu herkunftsbedingten Disparit채ten der Kompetenzentwicklung und Bildungsbeteiligung - PhDData

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Soziale Ungleichheiten im Verlauf der obligatorischen Schulzeit: Beitr채ge zu herkunftsbedingten Disparit채ten der Kompetenzentwicklung und Bildungsbeteiligung

The thesis was published by Angelone, Domenico, in September 2022, University of Bern.

Abstract:

Die vorliegende Dissertation besch채ftigt sich in drei Forschungsbeitr채gen mit der Entstehung und Verst채rkung sozialer Bildungsdisparit채ten im Verlauf der obligatorischen Schulzeit. Als Datengrundlage dient die Z체rcher L채ngsschnittstudie, eine f체r den Kanton Z체rich repr채sentative L채ngsschnittuntersuchung zur Entwicklung der schulischen Leistungen in Deutsch und Mathematik im Verlauf der obligatorischen Schulzeit. Der erste Beitrag befasst sich mit Disparit채ten der Leistungsentwicklung im fr체hen Schulverlauf. Untersucht wird die Frage, wie sich die schulischen Leistungen und Leistungsdisparit채ten in Deutsch und Mathematik von Sch체lerinnen und Sch체lern unterschiedlicher sozialer Herkunft im Verlauf der letzten drei Primarschuljahre entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Leistungsentwicklung unabh채ngig von kognitiven Grundf채higkeiten und schulischem Vorwissen positiv durch die soziale Herkunft beeinflusst wird und sich folglich herkunftsbedingte Leistungsdisparit채ten bis zum 횥bergang in die Sekundarstufe I weiter verst채rken. Daran ankn체pfend legt der zweite Beitrag den Fokus auf soziale Ungleichheiten beim 횥bergang in die Sekundarstufe I. Untersucht wird die Frage, ob die Notenvergabe am Ende der Primarschule und der realisierte 횥bergang in die unterschiedlich anspruchsvollen Schultypen der Sekundarstufe I durch leistungsfremde Sch체ler- und Klassenmerkmale beeinflusst wird. Die Ergebnisse zeigen, dass auch nach Kontrolle individueller Testleistungen positive Effekte der sozialen Herkunft und negative Effekte einer nichtdeutschen Erstsprache auf die Notenvergabe und den 횥bergang feststellbar sind. Dar체ber hinaus sind auf der Klassenebene auch negative Referenzgruppeneffekte der leistungsbezogenen und sprachlichen Klassenzusammensetzung sowie positive Effekte der sozialen Klassenzusammensetzung auf die Notenvergabe und den 횥bergang nachweisbar. Die auf den 횥bergang feststellbaren Referenzgruppeneffekte der Klassenzusammensetzung sind jedoch vollst채ndig auf die referenzgruppenabh채ngige Notenvergabe zur체ckf체hrbar. Aber auch ein Teil der beim 횥bergang nachweisbaren leistungsfremden Effekte der sozialen und sprachlichen Herkunft sind ein Ergebnis vorangehender leistungsfremder Herkunftseffekte auf die Notenvergabe. Den Schulnoten kommt somit eine wichtige Rolle bei der Vermittlung leistungsfremder Einflussfaktoren auf den 횥bergang in die Sekundarstufe I zu. Der dritte Beitrag untersucht am Beispiel der Entwicklung der Deutsch- und Mathematikleistungen, ob der Besuch unterschiedlich anspruchsvoller Schultypen der Sekundarstufe I auch mit unterschiedlichen F철rderwirkungen einhergeht. Die Ergebnisse zeigen, dass vergleichbare Sch체lerinnen und Sch체ler im Schultyp mit erweiterten Anforderungen sowohl in Deutsch wie auch in Mathematik signifikant mehr dazu lernen als im Schultyp mit Grundanforderungen. Zudem verl채uft die Leistungsentwicklung in Deutsch im Gymnasium signifikant positiver als im Schultyp mit erweiterten Anforderungen. Schultypspezifische F철rderwirkungen haben somit zur Folge, dass sich die Leistungsdisparit채ten zwischen den Schultypen und damit auch zwischen Sch체lerinnen und Sch체lern unterschiedlicher sozialer Herkunft im Verlauf der Sekundarstufe I weiter verst채rken.

The full thesis can be downloaded at :
http://boristheses.unibe.ch/3299/1/22angelone_d.pdf


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